SMERALDA - Intelligente Modelle für Resilienz und Digitalisierung von Unternehmen in den Alpen
Kreative Lernformate für die digitale und nachhaltige Transformation der Bauwirtschaft
Die digitale und nachhaltige Transformation stellt viele Bauunternehmen vor große Herausforderungen: Neue Technologien, steigende Anforderungen an Klimaschutz und Ressourcenschonung sowie der anhaltende Fachkräftemangel fordern Veränderungen im Betriebsalltag. Gleichzeitig fehlt es oft an den richtigen Werkzeugen, am nötigen Know-how oder an der Zeit, sich mit neuen Themen auseinanderzusetzen.
Hier setzt die ZAB Zukunftsagentur Bau im Interreg-Projekt SMERALDA an. Gemeinsam mit den internationalen Projektpartnern entwickeln wir kreative, verständliche und praxisnahe Lernformate, die Bauunternehmen dabei unterstützen, digitale und nachhaltige Innovationen erfolgreich im Unternehmensalltag zu verankern.
Mit dem Ziel Betriebe im Bauwesen dabei zu unterstützen, den Wandel Schritt für Schritt im Betrieb zu verankern – und zwar durch kreative, verständliche und praxisnahe Lernformate. Ansätze wie Storytelling, visuelle Kommunikation und spielerische Lernmodule helfen dabei, komplexe Inhalte greifbar zu machen und Lehrlinge sowie Mitarbeitende aktiv einzubinden.
ZAB-Beitrag im Projekt
Im Rahmen von SMERALDA entwickelt und erprobt die ZAB innovative Lernformate für die Bauwirtschaft. Ziel ist es, Unternehmen beim digitalen und nachhaltigen Wandel praxisnah zu begleiten und den Wissenstransfer in die Branche nachhaltig zu verbessern.
Innovationsgehaltes des Projektes:
Das Projekt entwickelt innovative Lernformate für die Bauwirtschaft, die komplexe Themen durch visuelle Darstellungen, kurze Videos und gamifizierte Elemente verständlich, spannend und praxisnah vermitteln. Damit ergänzt es bestehende Schulungsmethoden um motivierende und zeitgemäße Ansätze, die die Lerninhalte leichter zugänglich machen.
Das Projekt gliedert sich in vier aufeinanderfolgende Phasen:
- Bedarfsanalyse aufbauend auf dem Vorgängerprojekt „Digitaler Reifegrad“: Gemeinsam mit Bauunternehmen wird ermittelt, wo sie digital und organisatorisch stehen und wo es hakt.
- Entwicklung kreativer Lernformate: Es entstehen alltagstaugliche Methoden zur Schulung und Sensibilisierung – z. B. zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen oder zur Einführung neuer Software.
- Test und Anwendung in der Praxis: Die Formate werden direkt mit Betrieben ausprobiert, etwa als digitale Lernmodule auf der E-Baulehre-Plattform
- Beteiligung von ca. 20 KMU-Betrieben
- Verbreitung: In Workshops, Veranstaltungen wie „Bau.Live“ und über kompakte Materialien werden die Inhalte gezielt an Unternehmen weitergegeben. Durch diesen niederschwelligen Zugang zu wichtigen Zukunftsthemen entsteht nicht nur ein konkreter Nutzen für den Betrieb – die attraktiven, modernen Lernformate können auch dazu beitragen, junge Menschen für die Bauwirtschaft zu begeistern. Sie bieten neue Möglichkeiten, Fachkräfte anzusprechen, Ausbildung interessant zu gestalten und damit aktiv zur Sicherung des Nachwuchses in der Branche beizutragen.
Vorteile des Projektes für das Baugewerbe bzw. für die Bauwirtschaft:
Wie ist die Verwertung der Forschungsergebnisse geplant: Die Ergebnisse sollen in regionalen Infoveranstaltungen, dem online Format Bau.Live und über bestehende Branchennetzwerke verbreitet werden. Ziel ist es, möglichst viele Betriebe zu erreichen und die Materialien in das bestehende Weiterbildungsangebot der E-Baulehre einzubinden.
Das Gesamtprojekt SMERALDA
SMERALDA (Intelligente Modelle für Resilienz und Digitalisierung von Unternehmen in den Alpeni) ist ein grenzüberschreitendes Projekt im Rahmen des Programms Interreg VI-A Italien–Österreich 2021–2027.
Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Alpenraum zwar innovationsbereit sind, jedoch häufig vor ähnlichen Herausforderungen stehen: fehlende digitale Kompetenzen, mangelnde Erfahrung im Veränderungsmanagement und begrenzte personelle Ressourcen erschweren die Einführung neuer Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI), Industrial Internet of Things (IIoT), Blockchain, Cloud Computing oder Machine Learning.
SMERALDA verfolgt daher einen innovativen Ansatz, bei dem Methoden der Kultur- und Kreativwirtschaft (Cultural and Creative Industries – CCI) genutzt werden, um den digitalen Wandel verständlicher, praxisnäher und partizipativer zu gestalten. Storytelling, Gamification, Simulationen und generationenübergreifende Lernformate unterstützen Unternehmen dabei, neue Technologien leichter anzuwenden und Veränderungsprozesse erfolgreich umzusetzen.
Ziel des Projekts ist die Entwicklung menschenzentrierter Modelle, die Unternehmen, Mitarbeitende und regionale Akteurinnen und Akteure aktiv in die digitale Transformation einbinden. Dadurch sollen Innovationskraft, Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz der Unternehmen im grenzüberschreitenden Alpenraum nachhaltig gestärkt werden.
Projektpartner:
- Camera di Commercio Industria artigianato agricoltura di Treviso Belluno
- t2i – trasferimento tecnologico e innovazione s.c. a r.l.
- Friuli Venezia Giulia Autonomous Region – Department for culture and sport
Dauer des Forschungsprojektes:
Projektlaufzeit 19 Monate
Projektbeginn: 01.05.2026
Geplantes Projektende: 31.12.2027
Projektbudget:
Gesamtprojektvolumen: 870.200,90 €
Davon entfällt auf die ZAB Zukunftsagentur Bau Gmbh ein Projektvolumen von 252.428,40 €,
wovon 201.942,72 € aus EU-Mitteln finanziert werden.
Förderung
Förderprogramm
Interreg VI-A Italien-Österreich 2021-2027
Dritter Projektaufruf 2025
Priorität 1: Innovation und Unternehmen
Spezifisches Ziel (RSO1.1): Entwicklung und Stärkung der Forschungs- und Innovationskapazitäten sowie Förderung der Einführung fortschrittlicher Technologien
Maßnahmenart: Entwicklung, Einführung und Transfer von Technologien, Know-how und bewährten Verfahren
Thematischer Schwerpunkt: Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und Digitalisierung
Projektcode: ITAT-11-031