Neubau Turn- und Festhalle Argenbühl
Der Neubau der Turn- und Festhalle Eisenharz in Argenbühl entsteht auf einer vormals landwirtschaftlich genutzten Fläche. Das Richtfest des Bauwerks fand bereits im Sommer 2025 statt, aktuell befindet sich das Projekt im Innenausbau. Im Wesentlichen besteht das Gebäude aus drei Elementen: einer Sockelzone, der darüberliegenden Ebene aus umlaufender Verglasung und einem auf wenigen Stützen auflagernden Dach. Durch das Abrücken von der Isnyer Straße und die harmonische Positionierung auf dem Grundstück wirkt die Halle ortsbildtypisch natürlich ins Gelände eingebettet.
2.405,2 m²
Gemeinde Argenbühl
Tragwerksplanung: drei ingenieure PartGmbB
Landschaftsarchitektur: Frank Roser Landschaftsarchitekten
Für den Neubau, wurde ein nachhaltiges und energieeffizientes Low-Tech-Konzept entwickelt. Dabei werden die Wärmeverluste zunächst über eine sehr gut gedämmte Gebäudehülle minimiert, während eine zentrale Lüftungsanlage mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung die natürliche Lüftung unterstützt. Die Grundwärme für die Beheizung wird durch Geothermie bereitgestellt. Eine Wärmepumpe, die mit der elektrischen Energie einer 605.000 Euro teuren Photovoltaikanlage betrieben wird, führt zum energieeffizienten Betrieb der Halle und kann im Sommer auch für Freecooling verwendet werden. Auch die Materialwahl trägt wesentlich zur ökologischen Qualität des Gebäudes bei: Im Innen- und Außenbereich wurden schadstoffarme Materialien eingesetzt. Nahezu alle Betonbauteile wurden als Recyclingbeton unter Verwendung von CO2-reduziertem Zement ausgeführt, wodurch die Treibhausgasemissionen der Konstruktion deutlich reduziert werden. Ergänzt wird das Materialkonzept durch ungebrannte Lehmsteine als Fassadenmaterial, die aufgrund ihres geringen Energieeinsatzes bei der Herstellung geringe Umweltauswirkungen aufweisen. Das Budget für die Gebäudeerrichtung wurde auf 11,3 Millionen Euro veranschlagt.
Ein interessantes räumliches Detail der Konstruktion ist die Integration in die Topografie: Die Halle bindet im Erdgeschoss mit dem Foyer nach Norden an das Gelände an, während die Tribüne und der Mehrzweckraum im Obergeschoss im Süden ebenerdig in den Außenraum übergehen.
Text: ZAB | Quellen: Gemeinde Argenbühl, buero bb freie Architekten PartGmbH, drei ingenieure PartGmbB, Frank Roser Landschaftsarchitekten, anbau – agentur für nachhaltiges bauen