Maria-Ward-Schulen Nürnberg

Der realisierte Neubau in der Nürnberger Innenstadt bündelt ein Gymnasium, eine Realschule und eine Grundschule unter einem Dach. Der kompakte, drei- bis viergeschossige Baukörper fügt sich in das dichte städtische Umfeld zwischen Keßlerplatz und Prinzregentenufer. Das Objekt beherbergt unter anderem 65 Klassenräume sowie eine aus Platzgründen unterirdisch angelegte Dreifachsporthalle.

Fertigstellung

2022

BGF

20.510 m²

Bauherrschaft

Erzdiözese Bamberg

ZAB
ZAB

Das architektonische Konzept ordnet die Räume als flexible, ringförmige Struktur um ein zentrales, ovales Atrium an. Ein wesentlicher Aspekt der Kreislaufwirtschaft zeigt sich bei diesem Projekt in der Materialwahl der Gebäudehülle. Für die gewaschenen Sichtbetonelemente der Fassade kam Recyclingbeton zum Einsatz. Im Sinne des Urban Minings diente roter Abbruchklinker, der direkt aus den abgerissenen Vorgängerbauten auf dem Grundstück gewonnen wurde, als Zuschlagstoff für den neuen Beton. Durch dieses direkte Vor-Ort-Recycling verringert sich der Bedarf an neuen Primärrohstoffen und das Material der alten Bausubstanz bleibt im neuen Zyklus erhalten.

Die Hülle des Gebäudes ist als Closed Cavity Fassade mit drei mal sechs Meter großen Fensterelementen ausgeführt. Zur direkten Frischluftversorgung der Unterrichtsräume integrierten die Planer in diese Elemente drehbare Lüftungsflügel, die aus Echtmessingklappen bestehen.

Text: ZAB | Quellen: H2M Architekten, Hemmerlein Ingenieurbau GmbH