Patentamt Wien | Vienna Green Hub
Gelegen zwischen dem Schloss Belvedere und dem Botanischen Garten, wurde das Europäische Patentamt in Wien, im Rahmen einer umfassenden Revitalisierung in ein klimaneutrales Vorzeigeprojekt transformiert. Unter dem Projekttitel „Vienna Green Hub“ wandelte ATP architekten ingenieure das Bestandsgebäude aus den 1970er-Jahren in ein hochmodernes Bürogebäude um. Ziel der Sanierung war es, die ökologischen Standards des European Green Deal bereits heute umzusetzen und ein Pilotmodell für zirkuläres Bauen im urbanen Raum zu schaffen.
2024
Bruttogeschossfläche: ca. 11.645 m²
Nutzfläche: ca. 6.731 m² (rein für Büro- und Funktionsflächen, ohne Verkehrs- und Technikflächen)
Geschosse: 7 Ebenen (2 Untergeschosse und 5 Obergeschosse)
Österreichisches Patentamt
Im Sinne der Kreislaufwirtschaft wurde auf einen Abriss verzichtet und stattdessen das bestehende Stahlbetontragwerk erhalten. Allein durch die Weiternutzung des Skelettbaus wurden im Vergleich zu einem Neubau rund 50 Prozent der gebundenen CO2-Emissionen eingespart. Ergänzend kamen für alle neuen Bauteile ausschließlich CO2-reduzierte Recyclingbetone (ECOPact mit ECOCycle-Technologie) zum Einsatz. Die neue Gebäudehülle wurde als Holzfassade mit integrierten Photovoltaik-Modulen ausgeführt, was die energetische Effizienz mit einer ressourcenschonenden Materialwahl verbindet. Das Energiekonzept ist vollständig regenerativ: 19 Erdwärmesonden sowie eine Wärmepumpe nutzen das Erdreich zur Temperierung, während die großflächige Solaranlage mehr Energie erzeugt, als das Gebäude im Betrieb verbraucht. Ein zentrales Atrium mit einer durchgehenden Treppe bildet das architektonische Herzstück und fördert die natürliche Belichtung. Durch diese Kombination aus Bestandserhalt und innovativer Haustechnik fungiert das Projekt heute als aktive CO2-Senke und Best-Practice-Beispiel für die nachhaltige Transformation von Nachkriegsmoderne.




