Sport Arena Wien

Die Sport Arena Wien ist Teil des Sportstätten-Entwicklungsprogramms der Stadt Wien und ersetzt die bestehende Anlage am Standort. Der Neubau umfasst rund 13.000 m² Nutzfläche. Die Ballsporthalle bietet Platz für 3.000 Zuschauer, ergänzt durch eine Turnhalle, eine Leichtathletikhalle sowie zusätzliche Multifunktionsflächen. Die klare funktionale Trennung ermöglicht parallelen Trainings- und Veranstaltungsbetrieb. Spannweiten von bis zu 60 m erlauben stützenfreie Hallenräume und flexible Nutzungen.

 

Fertigstellung

2025

Nutzfläche

13.000 m²

Kapazität

3.000 Zuschauer

Bauherrschaft

Stadt Wien - MA 51

Architektur & Generalplanung
Bauunternehmen & Beton-Recycling
Kreislaufwirtschaftskonzept
Betonmenge (Ortbeton)

16.000 t + 2.500 t Bewehrungsstahl

Fachplanung

Haustechnikkonzept: FIN future is now Harald Kuster Energielösungen
Geothermie, Spezialtiefbau: Porr
Landschaftsplanung: Carla Lo

© ZAB
© ZAB

Energetisch basiert das Gebäude auf Geothermie in Kombination mit thermischer Bauteilaktivierung der Decken und Bodenplatten. Die massive Stahlbetonstruktur dient als thermischer Speicher. Separate Heiz- oder Kühlsysteme im Raum sind dadurch nicht erforderlich. Das reduziert technische Aufbauten, Wartungsaufwand und Materialeinsatz. Die niedrigen Systemtemperaturen verbessern die Effizienz im Zusammenspiel mit der Geothermie.

Kennzahlen der Energieversorgung:
- 75 Erdsonden
- 150 m Tiefe
- 607 kW Heizleistung
- 382 kW Kühlleistung
- 459 MWh Kühlenergie pro Jahr
- Wärmepumpenleistung gesamt: 540 kW

Konstruktiv wurde auf Materialreduktion und Rückbaubarkeit geachtet. Die Struktur ist robust, Bauteilschichten sind trennbar organisiert, Verbundkonstruktionen wurden minimiert. Zum Einsatz kamen recyclingfähige Baustoffe sowie Materialien mit hohem Sekundärrohstoffanteil. Der Beton wurde teilweise mit rezyklierten Gesteinskörnungen hergestellt, wodurch Primärrohstoffe eingespart werden. Stahlbauteile bestehen zu einem wesentlichen Anteil aus Recyclingstahl.

Bereits im Rückbau wurde ein umfassendes Kreislaufwirtschaftskonzept umgesetzt: Rund 80 % des Abbruchmaterials konnten als gebrochener Beton wiederverwertet werden – unter anderem als Schüttmaterial für die Erdarbeiten sowie als Rohstoff für Recyclingbeton. Zudem wurden 20 % der ehemaligen Tribünenkonstruktion in den Neubau integriert und weiterverwendet.

Die konstruktive Trennung der Bauteile ermöglicht einen selektiven Rückbau und eine sortenreine Wiederverwertung. Sichtbetonoberflächen vermeiden zusätzliche Bekleidungen und reduzieren den Materialeinsatz im Ausbau.