Hofstelle Wimmer Schleedorf

In Schleedorf im Salzburger Land wurde bis November 2025 der Neubau des Stallgebäudes der Hofstelle Wimmer fertiggestellt. Nach starken Sturmschäden wurde der landwirtschaftliche Bau mit einer Bruttogrundfläche von 1.178 m² grundlegend neu strukturiert. Im Zentrum des Entwurfs stand der Erhalt von vier bestehenden Silotürmen, die in einen neuen Wohnraum für die Eigentümerfamilie integriert wurden.

Fertigstellung

November 2025

Fläche

Nutzfläche: 715 m²
Bruttogrundfläche 1.178 m²
Grundstücksfläche: 3.436 m²

Bauherrschaft

Monika und Stefan Wimmer

Fachplanung

Tragwerksplanung: Gruber ZT
Örtliche Bauaufsicht: Unteregger Baumanagement GmbH

ZAB
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Das architektonische Konzept greift die historische Kubatur des Bauernhofs auf. Zwischen den vier runden Betonsilos wurde ein dreigeschossiger Holzrahmenbau mit Satteldach eingestellt. Da die alten Silos statisch nicht belastbar sind, leitet im Erdgeschoss eine aufgeständerte Stahlkonstruktion auf einem Betonboden die Lasten ab. In den Obergeschossen übernimmt eine sichtbare Holzkonstruktion das Tragwerk. Die bestehenden Silotürme wurden energetisch und bautechnisch saniert. Sie erhielten eine 15 Zentimeter starke Hartschaumdämmung sowie eine 20 Zentimeter dicke Schicht aus Stampfbeton, welche die Fassade gegen Witterung schützt und die historische Schichtung der landwirtschaftlichen Nutzung nachbildet. Im Innenraum bleibt die raue Betonstruktur der Silos unverkleidet. Geheizt wird der Gebäudekomplex über Umweltthermie (Luft-Wasser-Wärmepumpe), womit der Heizenergieverbrauchswert bei 40,00 kWh/(m²a) liegt.

Ein funktionales Detail zeigt sich bei der vertikalen Erschließung im Inneren eines der Silotürme. Dort bilden aufeinander gestapelte und mit Beton ausgegossene Schachtringe das zentrale Tragelement für eine gewendelte Spindeltreppe.

Text: ZAB | Quellen: LP architektur ZT GmbH, Heinze GmbH, Zentralvereinigung der Architekt:innen Österreichs, nextroom