Wohnbau (Tante) Käthes Grätz'l

Das von der Stadt Wien geförderte Neubauprojekt umfasst insgesamt 63 geförderte Mietwohnungen, davon sind 21 Wohnungen sogenannte SMART-Wohnungen.
Die Wohnungen haben zwischen 1 und 5 Zimmer und sind durchschnittlich zwischen 39 und 107 m² groß.

Bauherr

MIGRA Gemeinnützige Wohnungsges.m.b.H
ARWAG

Fertigstellung

2022

Fachplanung

Generalunternehmer: STRABAG AG
Bauphysik: KERN + Ingenieure
Statik und Konstruktion: Vasko + Partner
Elektrotechnik: Woschitz Engineering
Gebäudetechnik: Woschitz Engineering

Nutzfläche

12.206 m²

Blick von Oben auf das Gebäude. Das Gebäude ist ein L-Förmiger Bau mit einem kleineren Rechteckigen gebäude im Innenhof. Dieser ist durch ein Überdachtes Treppenhaus verbunden. Es gibt auf der gesamten Länge Balkone. Das Flachdach ist begrünt und mit PV-Anlagen belegt. Hinter dem Gebäude laufen die Bahngleise zum Hauptbahnhof.
Lukas Drobny

Alle Wohnungen verfügen über private Freiräume wie Balkon, Loggia, Terrasse oder Mietergärten. Die Wohnungen bzw. Wohnräume verfügen über eine Bauteilaktivierung. Die vorgelagerten Balkone oder Loggien helfen bei der Reduktion sommerlicher Überhitzung. Die Grundrisse sind kompakt und sind leicht auf geänderte Lebensumstände anpassbar.
Raumhohe Verglasungen durch sogenannte französische Fenster ermöglichen es der Sonne, selbst den hintersten Winkel der Wohnräume zu erreichen und verleihen den Wohnungen eine großzügige Raumwirkung. Schallschutzfenster und Sonnenschutz sind dort angebracht, wo diese bauphysikalisch erforderlich bzw. besonders nötig sind. Die Außentreppenanlage mit Sitzstufen und Pflanzbeeten bildet einen Zugang zur Wohnhausanlage und lädt zum Verweilen ein.

Die Entwicklung der städtebaulichen Konfiguration basiert sowohl auf den Vorgaben des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans, als auch auf den vor Ort vorgefundenen Gegebenheiten. Besondere Sorgfalt galt der volumetrischen Setzung der Bebauung, beziehungsweise der Besetzung des Randes und dem Freispielen einer Mitte. Hierbei war der Umgang mit den Emissionen des Schienenverkehrslärm, als auch der Niveauunterschied von mehr als vier Metern Gegenstand einer vertieften Auseinandersetzung. Die Bebauung akzentuiert den Rand – mit dem Ziel, eine gemeinsame Mitte auszubilden, ein maximales Gefühl an Weite zu generieren, sowie Durch- und Ausblicke zu schaffen.

Von der Käthe-Dorsch-Gasse herkommenderöffnet sich in deren Verlängerung ein Durchblick in die Wohnanlage. Eine großzügige Außentreppenanlage mit Sitzstufen und Pflanzbeeten bildet den Zugang zur Anlage und lädt zum Verweilen ein. Charakteristisch für den Wohnbau ist das großzügige und offene Stiegenhaus, deren Ebenen sich über die Geschosse hinweg versetzen.

(Text: migra.at, Baumschläger Hütter Partners)

Luftaufnahme auf die Gebäude in der Käthe-Dorsch-Gasse. Dahinter die Bahngleise und das Fußballstadion zu sehen.
Lukas Drobny
Aussentreppen vor dem Gebäude. Hier befinden sich Sitzmöglichkeiten sowie in Stufen angeordnete Beete. Der Platz vor dem Gebäude ist Betoniert.
Lukas Drobny
Ein Fußweg, der außerhalb des Grundstücks verläuft. Rechts sind die Balkone des Gebäudes zu sehen. Um den Weg ist Alles begrünt und ein Spiel- und Sportplatz ist angelegt.
Lukas Drobny
Blick in den Innenhof des U-Förmigen Gebäudes. Hier ist ein kleiner Spielplatz sowie Rasen und kleine Hochbeete angelegt.
Lukas Drobny