Revitalisierung des Bürogebäudes enna
Das Bürogebäude enna an der Erdberger Lände im 3. Wiener Gemeindebezirk durchlief eine umfassende Revitalisierung. Der Eigentümer modernisierte den Betonskelettbau aus den 1980er-Jahren für die zukünftige Nutzung, anstatt ihn abzureißen. Die Bauarbeiten und die finale Fertigstellung erfolgten Mitte 2025
2025
22.000 m² Bürofläche
Art-Invest Real Estate
Umweltbundesamt, Beton Dialog Österreich, ÖBB
Das bauliche Konzept zielte primär auf den Erhalt der bestehenden Bausubstanz ab. Durch die Weiterverwendung der Beton-Tragstruktur sanken die Emissionen im Vergleich zu einem Neubau um rund 40 Prozent. Dies entsprach laut Lebenszyklusanalyse einer Einsparung von fast 10.000 Tonnen CO₂-Äquivalent. Insgesamt blieben 60 Prozent der ursprünglichen Baumaterialien im Projektkreislauf. Die bestehenden Aluminium-Fassadenplatten wurden demontiert, neu beschichtet und zusammen mit einer zusätzlichen Dämmung wieder montiert. Parallel erhielt das Gebäude eine thermische Sanierung und eine Photovoltaikanlage. Die Temperierung wurde über neue Deckenpaneele für Heizung und Kühlung realisiert, die direkt unter den sichtbaren Originalbetondecken befestigt und an das Fernwärmenetz angeschlossen wurden.
Neben der baulichen Sanierung wurde die Funktion des Gebäudes neu ausgerichtet. Die insgesamt 22.000 m² fassende Bürofläche wurde in flexible Mieteinheiten ab 300 m² unterteilt. Zu den künftigen Nutzern zählte unter anderem das österreichische Umweltbundesamt. Das Erdgeschoss öffnete das Gebäude mit Gastronomie, Sportbereichen, einem Auditorium sowie Co-Working-Zonen zur Nachbarschaft. Zusätzlich wurden die Dächer und Innenhöfe begrünt und zu Aufenthaltsflächen umgestaltet.
Das Gebäude befand sich auf einem Areal, das im 19. Jahrhundert als Gaswerk betrieben wurde; diese historische Vorbelastung des Baugrunds hatte jedoch keine Auswirkungen auf den Erhalt der Bausubstanz. Für das revitalisierte Objekt war eine ÖGNI Gold-Zertifizierung vorgesehen.
Text: ZAB | Quellen: Art-Invest Real Estate, Hohensinn Architektur, Umweltbundesamt, Beton Dialog Österreich